Sanitär CAD
Leitungsführung und 3D-Planung.
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Was gehört zur Sanitärplanung?
Die Sanitärplanung umfasst die Versorgung eines Gebäudes mit Trinkwasser sowie die Ableitung von Schmutz- und Regenwasser. Dazu gehören die Planung der Leitungsnetze, die Platzierung und der Anschluss der Sanitärapparate sowie die Abstimmung mit Architektur und anderen Gewerken.
Besonders wichtig ist der benötigte Installationsraum. Trinkwasser- und Abwasserleitungen teilen sich Schächte, Vorwände und Deckendurchbrüche. Der dafür notwendige Platz muss deshalb bereits früh in der Gebäudeplanung berücksichtigt werden.
Trinkwasser- und Abwasserleitungen planen
Ein zentraler Teil der Sanitärplanung ist die Planung der Trinkwasser- und Entwässerungsleitungen. Dabei müssen Leitungsführung, Dimensionierung und die benötigten Formstücke auf die jeweiligen Anforderungen des Systems abgestimmt werden.
Während Trinkwasserleitungen die einzelnen Entnahmestellen versorgen, führen Abwasserleitungen das anfallende Abwasser über Anschluss-, Fall- und Sammelleitungen aus dem Gebäude. Bei der Entwässerung müssen dabei auch die zulässigen Rohre, Bögen, Abzweiger und Verbindungen des gewählten Rohrsystems berücksichtigt werden.
Die Leitungsführung ist deshalb nicht nur eine geometrische Aufgabe: Sie muss sich auch mit tatsächlich verfügbaren Bauteilen technisch umsetzen lassen.
Sanitärplanung im Gebäudemodell
Bei der modellbasierten Sanitärplanung werden Leitungen, Formteile, Apparate und technische Komponenten direkt im 3D-Gebäudemodell geplant. Dadurch lässt sich die Leitungsführung räumlich mit der Architektur und den verfügbaren Installationsbereichen abstimmen.
TinLine 3D Sanitär arbeitet dafür direkt in Autodesk Revit. Der Projektassistent verknüpft das Architekturmodell und erstellt Ebenen und Ansichten. Liegt nur ein 2D-Plan vor, kann PlanToModel Wände, Türen und Fenster erkennen und daraus ein 3D-Modell erstellen.
Schächte, Vorwände und Durchbrüche planen
Sanitärleitungen benötigen definierte Installationsräume. Besonders in Schächten und Vorwänden treffen Trinkwasser- und Abwasserleitungen häufig mit Leitungen anderer Gewerke zusammen.
Deshalb müssen Platzbedarf, Leitungsbelegung und notwendige Deckendurchbrüche frühzeitig berücksichtigt werden. Kreuzungen und zu knapp dimensionierte Installationsräume können so bereits in der Planung erkannt und vermieden werden.
Rohrleitungen mit Tracing planen
Beim Tracing wird aus der gezeichneten Leitungsführung direkt ein technisch aufgebautes Rohrnetz. Wärend dem Zeichnen werden passende Verbindungen und Formteile automatisch eingesetzt.
Die dafür notwendigen Informationen sind im Bauteilkatalog hinterlegt. Wird beispielsweise ein Winkel geplant, prüft TinLine, ob ein entsprechendes Formteil verfügbar ist. Nicht mögliche Verbindungen können so bereits während der Planung erkannt werden.
Herstellerneutral oder mit realen Bauteilen planen
Je nach Planungssituation ist unterschiedlich wichtig, wie genau ein Bauteil bereits definiert sein muss. In engen Installationsbereichen, beispielsweise in Schächten, können konkrete Bauteile sinnvoll sein. Ihre tatsächlichen Abmessungen sind bekannt und können dadurch bei der räumlichen Planung und Kollisionsprüfung berücksichtigt werden.
Wo ausreichend Platz vorhanden ist und die Produktauswahl noch offenbleiben soll, kann dagegen mit neutralen Bauteilen geplant werden. So lässt sich die Installation bereits aufbauen, ohne sich frühzeitig auf einen bestimmten Hersteller festzulegen.
Gerade in frühen Planungsphasen steht häufig noch nicht fest, welches konkrete Produkt später verbaut wird. Neutrale Bauteile dienen deshalb als Platzhalter: Sie bilden die für die Planung benötigten Eigenschaften ab, ohne sich bereits auf einen bestimmten Hersteller oder ein bestimmtes Produkt festzulegen. Dieses Vorgehen ist im BIM-Prozess üblich.
Mit fortschreitender Planung können die neutralen Bauteile mit Herstellerdaten aufinformiert und geometrisch angepasst werden. So bleibt die Planung zunächst flexibel und kann später mit den tatsächlich vorgesehenen Produkten weitergeführt werden.
Apparate und Bauteile im Modell platzieren
Neben den Rohrleitungen müssen auch Sanitärapparate und weitere technische Komponenten im Gebäudemodell positioniert und in die Planung integriert werden.
Mit der Funktion Bauteile anreihen können Komponenten mit definierten Abständen, Drehwinkeln und Ausrichtungen platziert und wiederholt angeordnet werden.
Das erleichtert insbesondere Planungssituationen, in denen mehrere Bauteile nach einem wiederkehrenden Muster angeordnet werden müssen.
Rohrdämmung in der Sanitärplanung
Bei der Planung von Rohrleitungen muss neben dem Rohr selbst auch die Dämmung und deren Platzbedarf berücksichtigt werden.
Die Dämmstärke beeinflusst den tatsächlichen Aussendurchmesser der Installation und damit beispielsweise Abstände zu anderen Leitungen, Bauteilen und Installationsflächen. Gerade bei engen Platzverhältnissen sollte sie deshalb bereits in der räumlichen Planung berücksichtigt werden.
TinLine 3D Sanitär bietet dafür ein Rohrdämmungs-Tool. Damit lassen sich dimensionsabhängige Dämmstärken erstellen und direkt in der Planung berücksichtigen.
Eine modellbasierte Sanitärplanung enthält neben der Geometrie auch Informationen zu den eingesetzten Bauteilen. Diese Daten können für Auswertungen genutzt werden, ohne die Komponenten nachträglich aus den Plänen zusammentragen zu müssen.
TinLine 3D Sanitär bietet dafür automatische Auswertungen. Wird mit realen Herstellerbauteilen geplant, kann aus den verwendeten Komponenten zusätzlich automatisch eine Bestellliste erstellt werden.
Sanitärplanung mit TinLine 3D Sanitär
TinLine 3D Sanitär unterstützt die Sanitärplanung direkt in Autodesk Revit. Leitungsführung, Formteile, Apparate und technische Komponenten werden dabei direkt im 3D-Gebäudemodell geplant.
Mit Projektassistent, Rohrassistent, neutralen oder realen Bauteilen, Planungsfehlererkennung und automatischen Auswertungen unterstützt TinLine den Planungsprozess von der Modelleingabe bis zur detaillierten Rohrleitungsplanung.
So entsteht eine Sanitärplanung, die nicht nur geometrisch dargestellt, sondern mit Bauteilen und technischen Informationen aufgebaut ist.
